Hintergrund: Cardiac Scan: Herzbewegung als biometrisches Authentifizierungsmerkmal

Lesetipp Olivia von Westernhagen

(Bild:  pixabay.com (Bildausschnitt))

Zu Fingerabdrücken, Iris-Scans und Gesichtserkennung als gängige biometrische Identifikationsmerkmale könnte sich bald auch das menschliche Herz gesellen. Denn keines bewegt sich wie das andere.

Ein Forscherteam der University at Buffalo und der Texas Tech University hat ein neues biometrisches Erkennungssystem entwickelt, das auf der Herzbewegung basiert. Dem Zyklus also, in dessen Verlauf Blut durch den menschlichen Kreislauf gepumpt wird und der aufgrund von Faktoren wie Größe, Form und Position des Herzens niemals dem eines anderen Menschen gleicht.

Um die Herzbewegung zu messen, nutzt das System einen Doppler-Radarsensor sowie eine eigens entwickelte Software zur Auswertung der erfassten Werte. Als mögliches Einsatzszenario beschreiben die Forscher in einer Pilotstudie die Kopplung des Sensors mit einem PC. Fürs Login muss sich ein – dem System bekannter – Nutzer dann einfach davor setzen. Sobald er sich von seinem Platz entfernt, wird er automatisch ausgeloggt.

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Kontaktlose, kontinuierliche Erkennung

Zumindest der Herzschlag wird, etwa in Gestalt des Wearables Nymi, schon länger als biometrisches Erkennungsmerkmal genutzt. Die Erfassung der Herzbewegung mittels Sensor bietet laut den Forschern allerdings den Vorteil, dass sie kontaktlos funktioniert. Der Nutzer muss weder ein Armband tragen, noch – wie bei anderen biometrischen Verfahren – seinen Finger auf eine Fläche legen oder starr in eine Kamera schauen. Ein weiterer Pluspunkt des neuen Erkennungssystems ist die kontinuierliche Authentifizierung, die (bei sorgfältiger Implementierung) durchaus zusätzliche Sicherheit bieten könnte.

(ovw)

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