Daimler: WannaCry hat offenbar neue Opfer gefunden

Daimler: WannaCry hat offenbar neue Opfer gefunden Update

Ronald Eikenberg

Mehrere Leser berichteten heise Security unabhängig voneinander, dass der WannaCry-Virus bei der Daimler AG ausgebrochen sei und die laufende Produktion beeinflussen würde. Auch Festo soll derzeit mit dem Schädling kämpfen, hat das aber dementiert.

Der Krypto-Trojaner WannaCry wütet aktuell anscheinend bei dem deutschen Automobilkonzern Daimler, wie uns mehrere Leser unabhängig voneinander berichtet haben. Demnach soll der Schädling in Mercedes-Benz-Werken wie Bremen, Hamburg und Untertürkheim ausgebrochen sein und dafür gesorgt haben, dass von Windows XP gesteuerte Industrieroboter ihre Arbeit niederlegten.

Der Wurm pflanzte sich angeblich von infizierten Windows-7-Systemen auf die Robotersteuerungen fort. Einem Leser zufolge hat der Vorfall gegen 17 Uhr am gestrigen Donnerstag begonnen. Daimler wäre nicht der erste Automobilkonzern, bei dem WannaCry zuschlägt: Bei Nissan und Renault standen im Mai die Bänder still, nachdem der Krypto-Trojaner ausgebrochen war.

Zudem soll auch die Unternehmensgruppe Festo derzeit mit dem Verschlüsselungstrojaner zu kämpfen haben. heise Security hat Daimler und Festo am Freitagvormittag um Stellungnahme gebeten, darauf bisher jedoch noch keine Antworten erhalten.

[Update 29.09.2017 – 15:10 Uhr] Inzwischen hat eine Sprecherin von Festo gegenüber heise online erklärt, dass es gegenwärtig keinen solchen Angriff gebe. Die Meldung wurde entsprechend angepasst.

[Update 29.09.2017 – 17:00 Uhr] Eine Daimler-Sprecherin erklärte: „Unsere Produktion läuft“. Zu den Berichten über einen WannaCry-Ausbruch wollte sich das Unternehmen jedoch nicht äußern. (rei)

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