Dobrindt erinnert Autoindustrie an deren „verdammte Verantwortung“

(Bild: Kristina Beer)

Der Bundesverkehrsminister erwartet von der Autoindustrie zügig Maßnahmen, um das Vertrauen in deutsche Autos wiederherszustellen.

In der Dieselkrise der deutschen Autoindustrie hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) an die „verdammte Verantwortung“ der Hersteller appelliert, „das Vertrauen wiederherzustellen und die begangenen Fehler zu beheben“. Die Branche habe sich angesichts des Abgasskandals, millionenfacher Rückrufe und der jüngsten Berichte über ein mutmaßliches Kartell „in richtig schweres Fahrwasser“ gebracht, sagte er der Bild am Sonntag. Mittlerweile droht nach Einschätzung des Ministers auch ein Image-Schaden für deutsche Autos generell. „Das empfinde ich als furchtbar.“

Mit Blick auf das für Mittwoch geplante Treffen der Autoindustrie und der Politik („Diesel-Gipfel„) bekräftigte Dobrindt die Erwartung, „dass die Fahrzeuge schnellstens auf Kosten der Hersteller optimiert werden“. Motoren mit Euro-5- und Euro-6-Norm könnten mit neuer Steuerungssoftware deutlich verbessert werden. „Ich erwarte beim Gipfel dazu ein akzeptables Angebot der Automobilindustrie.“ Zum Thema der von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) verlangten Nachrüstung der Fahrzeughardware sagte Dobrindt: „Ob es zusätzliche Hardware-Lösungen für bestimmte Wagentypen geben kann, muss mit Experten geprüft werden.“ (dpa) / (hos)

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