Autonomer Bahn-Bus zuerst in Bad Birnbach

Autonomer Bahn-Bus zuerst in Bad Birnbach

Hans-Peter Schüler

Der Favorit für fahrerlose Bahn-Shuttles heißt momentan Ligier EZ10.

Die Deutsche Bahn will mit dem Kleinbus EZ10 erstmals im niederbayrischen Bad Birnbach in den öffentlichen Nahverkehr mit autonomen Fahrzeugen einsteigen.

Die Deutsche Bahn will im Herbst ein auf zwei Jahre begrenztes Pilotprojekt einleiten, das den öffentlichen Nahverkehr im niederbayrischen Bad Birnbach mit einem fahrerlosen Kleinbus EZ10 vom französchischen Hersteller Ligier abwickelt. Der damalige Bahnchef Rüdiger Grube und Bundes-Verkehrsminister Alexander Dobrindt hatten Ende 2016 in Berlin den Kleinbus Olli von Local Motors als Kandidaten für fahrerlosen Shuttlebetrieb vorgestellt, waren bei der Gelegenheit aber trotz der überschaubaren Geschwindigkeit von nur 6 km/h Zeugen einer eindrucksvollen Notbremsung geworden.

Kleinbus Olli
Der Kleinbus Olli von Local Motors navigiert mit Hilfe von IBM Watson. Vergrößern
Bild: Deutsche Bahn

Da die Stadt Berlin keinen Probebetrieb auf öffentlichen Wegen genehmigte, ist die Bahn ankündigungsgemäß auf Bad Birnbach als Premierenstandort ausgewichen, und zwar unter Verwendung des bis zu 30 km/h schnellen Ligier-Shuttles. Anders als bei der Erprobung auf einem Leipziger Firmengelände soll der Bus in Bayern maximal 20 km/h schnell fahren.

Anders als bei Olli wurde beim EZ10 bislang wenig über die Technik zur Navigation bekannt. Bei Olli assistiert eine drahtlose Server-Anbindung mit IBMs Expertensystem Watson, um Spracheingaben der Passagiere auszuwerten und in Fahrtrouten umzusetzen. (hps)

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